Zwischen Kultur und Dolce Vita
Reisebericht der Jahrgangsstufe 12 vom 22. bis 26. Juni 2026
Es gibt Momente im Schulleben, die weit über das Klassenzimmer hinauswirken und noch Jahre später in lebendiger Erinnerung bleiben. Unsere Studienfahrt an den Gardasee war zweifellos ein solcher Höhepunkt. Als sich die Jahrgangsstufe 12 am frühen Montagmorgen des 22. Juni um 4:45 Uhr an der Stadthalle versammelte, lag trotz der Müdigkeit eine spürbare, fast elektrisierende Vorfreude in der Luft. Pünktlich um 5:00 Uhr setzte sich der Bus in Bewegung – das Ziel: der sonnige Süden, eine wohlverdiente Auszeit und das gemeinsame Feiern unserer prägenden Schuljahre.
Die Lagunenstadt im kollektiven Bann
Nach einer reibungslosen Anreise öffnete sich am Dienstag das Tor zu einer anderen Welt: Venedig stand auf dem Programm. Um 9:00 Uhr startete unsere Exkursion in die weltberühmte Lagunenstadt. Die Stadtführung bot uns faszinierende Einblicke in die reiche Geschichte, die architektonischen Meisterleistungen und die Geheimnisse hinter den traditionsreichen Kulissen. Die anschließende Zeit zur freien Verfügung nutzten wir, um abseits der großen Touristenströme die versteckten Gassen zu erkunden. Um 18:00 Uhr traten wir erfüllt und mit unzähligen Impressionen die Rückfahrt an.
„Die Kombination aus historischer Kulisse, sonnigem Wetter und der Gewissheit, diese Meilensteine gemeinsam als Stufe zu erleben, verlieh der gesamten Reise eine ganz besondere, fast magische Leichtigkeit.“
Auf den Spuren von Romeo und Julia
Am Mittwoch führte uns unser Weg nach Verona – eine Stadt, die uns vom ersten Moment an mit ihrem antiken Charme verzauberte. Nach der Abfahrt um 8:00 Uhr begann bereits um 9:30 Uhr eine dynamische Stadtführung, die nahtlos in eine packende Stadtrallye überging. Das absolute Highlight bildete für viele der Besuch der ehrwürdigen Arena di Verona, deren monumentale Kulisse uns tief beeindruckte. Das anschließende Stadtquiz bot erneut die Gelegenheit, die Stadt spielerisch zu entdecken, während in der freien Zeit das italienische Lebensgefühl bei einem gemeinsamen Gelato in vollen Zügen genossen wurde. Gegen Nachmittag traten wir die Rückreise an, im Gepäck die Gewissheit, Kulturgeschichte hautnah und lebendig erfahren zu haben.
Das landschaftliche Kronjuwel: Sirmione und Lazise
Der Donnerstag widmete sich ganz der malerischen Kulisse des Gardasees selbst und bildete den emotionalen Höhepunkt unserer Fahrt. Um 9:00 Uhr starteten wir Richtung Peschiera, um dort um 9:45 Uhr an Bord der Fähre (Route 34) zu gehen. Die Fahrt über das glitzernde, tiefblaue Wasser bot uns atemberaubende Panoramen. Unser erstes Ziel war die Halbinsel Sirmione, die mit ihren historischen Skaligerburgen und engen Gassen bestach. Nach einem erlebnisreichen Aufenthalt setzten wir die Reise um 11:55 Uhr per Schiff fort und erreichten um 12:35 Uhr das charmante Lazise. Die dortigen mittelalterlichen Stadtmauern und die lebendige Uferpromenade luden perfekt zum Verweilen ein. Um 14:55 Uhr begaben wir uns auf die Rückfahrt nach Peschiera del Garda, von wo aus es zurück zur Unterkunft ging. Ein Tag wie aus dem Bilderbuch!
Ein Abschied mit Wehmut und Dankbarkeit
Als am Freitag um 9:00 Uhr schließlich der Motor zur Heimreise aufheulte, schwang im Bus neben einer verständlichen Erschöpfung vor allem ein Gefühl mit: tiefe Dankbarkeit. Diese Reise war weit mehr als ein touristisches Pflichtprogramm; sie war ein Gemeinschaftserlebnis, das uns als Jahrgangsstufe im Endspurt unserer Schulzeit fest zusammengeschweißt hat. Die Euphorie über das Erlebte wird uns im kommenden Schuljahr und auch in der ABI-Prüfungsphase tragen und bleibt als glanzvolles Kapitel unserer Schulzeit bestehen.
Ein besonderer Dank gilt dabei unseren Lehrern Frau Schaller, Frau Höhn und Herrn Saerve, die unsere Abschlussfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.
Jannik Maaß & Paul Hermann